Die Abziehbohle ist das zentrale Einbauwerkzeug am Straßenfertiger. Sie befindet sich am Heck der Maschine und zieht den vor ihr aufgehäuften Asphalt auf die gewünschte Schichtdicke ab, während Vibratoren und Stampfleisten das Material gleichzeitig vorverdichten. Typische Einbaubreiten reichen von 2,5 bis 16 Meter.

Moderne Bohlen sind beheizbar (elektrisch oder gasbefeuert), um Asphaltanhaftungen zu verhindern. Die Bohlenbreite lässt sich hydraulisch verstellen, und Auslegerteile erweitern die Arbeitsbreite für mehrspurige Straßen. Die Ebenheit der fertigen Asphaltoberfläche hängt direkt von der Bohleneinstellung ab — Fehler hier führen zu Unebenheiten, die nachträglich kaum korrigierbar sind.

Führende Fertiger-Hersteller wie Vögele (Wirtgen Group), Dynapac und Volvo CE bieten Bohlen mit automatischer Nivelliertechnik: Sensoren (Ultraschall, Draht oder Laser) steuern die Bohle millimetergenau nach einer Referenzlinie. Das AB 600 TV-System von Vögele gilt als Industriestandard für Hochleistungsbohlen.