Die Bodenplatte ist das Fundament eines Gebäudes — eine horizontal gegossene Stahlbetonkonstruktion, die sämtliche Gebäudelasten auf den Baugrund überträgt. Im Gegensatz zu Einzel- und Streifenfundamenten verteilt die Bodenplatte die Last flächig, was sie ideal für Böden mit geringer Tragfähigkeit macht. Typische Dicken: 15–30 cm bei Wohngebäuden, bis 200 cm bei Hochhäusern.

Der Bauablauf umfasst: Aushub (Bagger), Tragschicht (Schotter, verdichtet), Sauberkeitsschicht (Magerbeton), Abdichtung (Bitumenbahnen oder Kunststoffbahnen), Bewehrung (Stahlmatten oder Einzelstäbe) und Betonage (Betonpumpe oder Kübel). Moderne Bauweise verwendet oft wasserundurchlässigen Beton (WU-Beton nach DIN 1045), der Abdichtung und Tragkonstruktion vereint.

Für den Baumaschinenführer ist die Bodenplatte ein kritischer Meilenstein: Die Qualität der Verdichtung der Tragschicht (geprüft per Plattendruckversuch) bestimmt die langfristige Setzungsfreiheit. Auch die Bewehrungsüberdeckung muss exakt eingehalten werden — sie schützt den Stahl vor Korrosion und sichert die statische Funktion.