Das Drehbohrgerät ist die Schlüsselmaschine im Spezialtiefbau für die Herstellung von Großbohrpfählen, Schlitzwänden und Baugrundverbesserungen. Es bohrt durch rotierenden Antrieb eines Bohrwerkzeugs (Bohreimer, Bohrschnecke oder Kernrohr) zylindrische Löcher in den Baugrund — typisch mit Durchmessern von 600 mm bis 3.000 mm und Tiefen bis über 100 Meter.

Die Maschine besteht aus einem Raupenfahrwerk, dem Mast (Kellystange oder Endlosschnecke), dem Drehtisch oder Bohrantrieb und einer Seilwinde. Kelly-Bohrverfahren arbeiten mit teleskopierter Kellystange und wechselbaren Bohrwerkzeugen, das SOB-Verfahren (Schnecken-Ortbeton) fördert den Boden kontinuierlich nach oben.

Führende Hersteller sind Bauer Maschinen (BG-Serie), Liebherr (LB-Serie), Casagrande und Soilmec. BAUER ist mit der BG 15 bis BG 72 Weltmarktführer bei großen Drehbohrgeräten. Moderne Maschinen sind mit GPS-Positionierung, automatischer Lotrechtkontrolle und Bohrprotokolldatenerfassung ausgestattet.