Der Eimerkettenbagger ist eine kontinuierlich arbeitende Gewinnungsmaschine, die eine endlose Kette mit Schöpfeimern trägt. Die Eimer tauchen in das Abbaumaterial ein, füllen sich, werden nach oben gefördert und entleeren sich am Kopf der Eimerleiter automatisch auf ein Förderband oder in einen Bunker. Förderleistungen erreichen 100 bis 10.000 m³/h.
Im Tagebau werden Eimerkettenbagger zum Abraum von Deckschichten und zur Gewinnung von Rohstoffen (Kies, Sand, Kohle) eingesetzt. In der Nassbaggerei arbeiten sie schwimmend auf Pontons zur Gewässervertiefung und Sandgewinnung. Die Maschinen sind riesig — die größten Exemplare wiegen über 13.000 Tonnen und erreichen Abbauhöhen von 50 Metern.
Heute sind Eimerkettenbagger weitgehend von Hydraulikbaggern und Schaufelradbaggern verdrängt worden, da diese flexibler und wartungsärmer sind. Im Nassbaggerbetrieb und bei bestimmten Tagebau-Anwendungen bleiben sie aber aufgrund ihrer kontinuierlichen Arbeitsweise und hohen Stundenleistung unverzichtbar.