Die Kipplast ist die maximale Last, die ein Kran oder Bagger aufnehmen kann, bevor die Maschine ihre Standsicherheit verliert und zu kippen beginnt. Sie ist abhängig von der Ausladung (Entfernung der Last vom Drehpunkt), dem Gegengewicht und der Abstützung. Die Kipplast ist NICHT die zulässige Traglast — die Traglast wird stets mit Sicherheitsfaktoren (typisch 25–33 % Abzug) berechnet.

Bei Mobilkranen wird die Kipplast in Lastentabellen (Tragfähigkeitstabellen) für jede Auslegerlänge und -stellung angegeben — als Netto-Traglast nach Abzug der Sicherheitsfaktoren. Die elektronische Lastmomentbegrenzung (LMB) überwacht permanent Ausladung und Last und stoppt den Kranbetrieb, bevor die zulässige Last überschritten wird.

Bei Hydraulikbaggern ist die Kipplast weniger kritisch als bei Kranen, da Bagger selten an der Kippgrenze arbeiten. Dennoch gelten die Werte der ISO 10567: Die maximale Hublast über Front darf 75 % der Kipplast oder 87 % der Hydraulik-Hubkraft nicht überschreiten — der kleinere Wert gilt.