Der Ölkühler ist ein zentrales Bauteil im Hydrauliksystem jeder Baumaschine. Hydrauliköl erwärmt sich durch Drosselung, Reibung und Druckverluste im System — bei intensivem Baggerbetrieb können ohne Kühlung Temperaturen über 100 °C entstehen. Optimaltemperatur liegt bei 40–60 °C; über 80 °C beschleunigt sich der Ölabbau exponentiell.
Baumaschinen verwenden überwiegend Luft-Öl-Kühler (Lamellenkühler mit Ventilator), seltener Wasser-Öl-Kühler. Der Kühler sitzt meist neben dem Motorkühler am Heck des Oberwagens. Bei großen Baggern ab 30 Tonnen sind oft zwei separate Kühlkreisläufe verbaut: einer für die Arbeitshydraulik, einer für den Fahrantrieb.
Verschmutzung der Kühlerlamellen durch Staub, Pollen und Fasern ist die häufigste Ursache für Überhitzungsprobleme auf Baustellen. Regelmäßige Reinigung mit Druckluft (nicht Hochdruckreiniger!) ist daher essentiell. Moderne Maschinen überwachen die Öltemperatur elektronisch und reduzieren bei Überhitzung automatisch die Motorleistung.