Der Rammbär ist das Schlagwerk (Fallgewicht) einer Pfahlramme, das die kinetische Energie erzeugt, um Pfähle, Spundbohlen oder Träger in den Baugrund zu treiben. Das Gewicht des Bären, die Fallhöhe und die Schlagfrequenz bestimmen die Rammenergie pro Schlag — gemessen in kJ (Kilojoule) oder kNm.

Historisch fielen Rammbären im freien Fall (Freifallbär), heute dominieren hydraulische Rammbären: Ein Hydraulikzylinder hebt das Gewicht an und beschleunigt es beim Fall zusätzlich nach unten (Beschleunigter Bär). Dadurch wird bei gleicher Bärmasse mehr Energie erzeugt. Moderne hydraulische Rammbären von Junttan, IHC und Menck erreichen Rammenergien von 30 bis über 300 kJ pro Schlag.

Dieselrammbären nutzen die Kompression eines Diesel-Luft-Gemischs zur Beschleunigung — eine Kombination aus Rammbär und Verbrennungsmotor. Sie sind unabhängig von externer Energieversorgung, aber lauter und emissionsintensiver als hydraulische Varianten. In sensiblen Umgebungen (Innenstädte, Naturschutzgebiete) werden zunehmend Vibrationsrammen statt Schlagbären eingesetzt.