Der Saugbagger (auch Vakuumbagger oder Saugexcavator) arbeitet nach dem Staubsauger-Prinzip: Ein leistungsstarkes Gebläse erzeugt Unterdruck, der über einen Saugschlauch Erdreich, Kies, Sand und Wasser ansaugt und in einen Auffangbehälter befördert. Druckluft-Modelle nutzen zusätzlich Pressluftstrahlen zum Lösen verdichteten Bodens.

Der große Vorteil: Zerstörungsfreies Freilegen von erdverlegten Leitungen (Gas, Strom, Wasser, Glasfaser) ohne Beschädigungsrisiko durch Baggerlöffel. Versorgungsunternehmen schreiben Saugbagger-Einsatz in Leitungsnähe zunehmend vor. Die Förderleistung liegt bei 100–1.000 m³/h Luft bei Saugleistungen bis 350 mbar Unterdruck.

Hersteller wie RSP (Saugbagger-Pionier aus Deutschland), MTS, Dino und Vacuworx bieten LKW-montierte und Anhänger-Saugbagger. Der Auffangbehälter (3–15 m³) wird hydraulisch gekippt oder per Absetzbehälter entleert. Einsatzgebiete: Leitungsbau, Archäologie, Kampfmittelräumung und Reinigung von Kanälen und Schächten.