Der Trockenbagger ist die gängigste Form des Hydraulikbaggers und arbeitet — im Gegensatz zum Schwimmbagger — auf festem, trockenem Boden. Der Begriff dient primär zur Abgrenzung von Nassbagger-Verfahren (Saugbagger, Schwimmbagger, Eimerkettenbagger auf Pontons) und umfasst alle konventionellen Raupen- und Mobilbagger.
Trockenbagger werden im gesamten Spektrum des Bauwesens eingesetzt: Hochbau (Aushub, Fundamentgraben), Tiefbau (Kanalisation, Leitungsgräben), Straßenbau (Planum, Böschungen), Abbruch, Recycling und Materialumschlag. Die Maschinen arbeiten auf stabilem Untergrund und benötigen ggf. Baggermatratzen bei eingeschränkter Tragfähigkeit.
Die Grenzen zwischen Trocken- und Nassbagger verschwimmen zunehmend: Amphibienbagger (mit Schwimmpontons am Kettenlaufwerk) können sowohl auf Land als auch im Flachwasser arbeiten. Long-Reach-Bagger mit 18–24 m Reichweite baggern von trockenem Ufer aus Gewässer aus — technisch Trockenbagger, funktional Nassbagger-Ersatz.