Der Untendreherkran (auch unten drehender Kran oder Schnelleinsatzkran) hat sein Drehwerk am Turmfuß statt an der Turmspitze. Der gesamte Turm dreht sich mit Ausleger — im Gegensatz zum Obendreherkran, bei dem nur der obere Teil dreht. Untendreher sind kompakter, schneller aufbaubar und kostengünstiger, aber in Höhe und Ausladung begrenzt.
Typische Kenndaten: Hakenhöhen bis 40 m, Ausladungen bis 45 m, Tragfähigkeiten bis 6 Tonnen. Der Aufbau erfolgt meist per Eigenaufrichtung: Der zusammengeklappte Kran wird per LKW angeliefert und richtet sich hydraulisch selbst auf — innerhalb von 30–60 Minuten einsatzbereit. Obendreherkrane benötigen zum Vergleich oft einen Autokran für die Montage.
Untendreherkrane dominieren den Wohnungsbau, den GaLaBau und kleinere Gewerbebaustellen. Liebherr (K-Serie), Potain (Igo/Hup-Serie) und Wolffkran bieten selbstaufrichtende Untendreherkrane als Anhänger-, Mobilfundament- oder Fest-Fundament-Variante. Moderne Modelle haben Funkfernbedienung, Frequenzgeregelte Antriebe und automatische Windabschaltung.