Der Vibrationsbär (Vibrationsramme) nutzt rotierende Unwuchten, um hochfrequente Schwingungen zu erzeugen, die Spundbohlen, Stahlprofile und Pfähle in den Boden einrütteln oder wieder herausziehen. Im Gegensatz zum Schlagbär (Rammbär) erzeugt der Vibrationsbär keine einzelnen Schläge, sondern eine kontinuierliche Vibration — deutlich leiser und erschütterungsärmer.

Die Vibrationsfrequenz liegt typisch bei 25–40 Hz, Hochfrequenz-Vibratoren erreichen 38–45 Hz. Höhere Frequenzen reduzieren die Übertragung von Bodenschwingungen auf Nachbarbebauung — entscheidend in Innenstädten. Die Zentrifugalkraft (statisches Moment × Frequenz²) bestimmt die Einbringkraft und reicht von 200 kN bei kleinen Vibratoren bis über 4.000 kN bei Großgeräten.

PTC, Müller, ABI und ICE sind führende Vibrationsbären-Hersteller. Moderne Vibrationsbären haben frequenzgeregelte Antriebe, die Resonanzfrequenzen beim Hoch- und Herunterfahren überspringen (Resonanzschutz) — kritisch, da die Resonanzfrequenz von Gebäuden (5–15 Hz) beim langsamen Anlauf durchfahren wird und Schäden verursachen kann.