Die Vorabsiebung (auch Vorsiebung oder Scalping) ist die erste Aufbereitungsstufe in einer Brech- und Siebanlage. Sie trennt feinkörniges Material, das bereits die gewünschte Korngröße hat, vor dem eigentlichen Brechprozess ab. Dadurch wird der Brecher entlastet, der Durchsatz erhöht und der Energieverbrauch gesenkt.
Typische Vorabsieb-Maschinen sind Grizzly-Aufgeber (Stangenschwingrost am Brechereinlauf), vibrierende Doppeldeck-Siebe (zwei Siebebenen für zwei Trennschnitte) und Trommelsiebe (rotierende Siebtrommel). Der Trennschnitt liegt meist bei 40–80 mm — alles darunter umgeht den Brecher und geht direkt auf die Halde oder den Nachsieb.
Mobile Siebanlagen von Kleemann, Finlay (Terex) und McCloskey können auch als eigenständige Vorabsieb-Einheit vor einem Brecher arbeiten. Die Einsparung: Bis zu 30 % weniger Durchsatz im Brecher, weniger Verschleiß an Brechplatten und -backen, und das Feinkorn wird nicht unnötig weiter zerkleinert (Überkorn vermeiden).