Onboard-Wiegesysteme erfassen das Gewicht des geladenen Materials direkt an der Baumaschine in Echtzeit. Bei Radladern messen Drucksensoren in den Hubzylindern die Schaufel-Nutzlast während des Hubvorgangs. Bei Muldenkippern wiegen Dehnungsmessstreifen an den Aufhängungsbolzen die Muldenbeladung. Genauigkeiten: ±1–3 % bei dynamischen, ±0,5 % bei statischen Wiegungen.

Die wirtschaftlichen Vorteile sind erheblich: Keine Überladung (Reifenschäden, Bußgelder), keine Unterladung (vergeudete Fahrten), exakte Mengenerfassung für Abrechnung und Materialwirtschaft. Druckeranbindung oder Cloud-Übertragung der Wiegedaten ermöglicht automatische Lieferscheine direkt von der Maschine.

Systemanbieter wie Pfreundt, VEI (Vision Engineering), Trimble und Loadrite (Trimble) bieten nachrüstbare Systeme für alle Maschinengattungen. Eichfähige Wiegesysteme (nach MID/OIML R76) ersetzen die Brückenwaage und beschleunigen den Materialumschlag erheblich. Komatsu und Volvo CE integrieren Wiegesysteme zunehmend ab Werk in ihre Radlader und Dumper.