Das Zugmaul (auch Kupplungsmaul oder Anhängevorrichtung) ist eine genormte Kupplung am Heck von Radladern, Traktoren und anderen Zugmaschinen zum Anhängen von Baustellenanhängern, Kompressoren, Lichtmasten, Walzenzügen und anderen gezogenen Geräten. Die gängigsten Normen sind NATO-Zugöse (40 mm Bolzen) und Piton-Fix (50 mm).

Bei Baumaschinen muss das Zugmaul für die Anhängelast ausgelegt sein und mit dem Zugfahrzeug typgeprüft sein. Die zulässige Stützlast am Kupplungspunkt (vertikale Belastung durch die Deichsel) beträgt typisch 5–15 % der Anhängermasse. Überschreitung der Stützlast hebt die Hinterachse des Zugfahrzeugs an und reduziert die Lenkfähigkeit gefährlich.

Moderne Zugmaule sind als Bolzenkupplung (manuell oder automatisch verriegelnd), Kugelkopf-Kupplung (PKW-artig, für leichte Anhänger) oder Rockinger-Kupplung (Schwerlast, selbsttätig einrastend) ausgeführt. Bei Radladern sitzt das Zugmaul am Hinterwagen — bei Knicklenker-Bauweise wichtig, da die Knicklenkung die Anhänger-Spurführung beeinflusst.