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Energetische Sanierung

Deutschland muss 41 Millionen Wohneinheiten bis 2045 klimaneutral machen. Fassade, Dach, Fenster — wo sich Dämmung am schnellsten rechnet.

Der deutsche Gebäudebestand verursacht rund 30 % der Endenergie und 15 % der direkten CO2-Emissionen des Landes. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) setzen scharfe Rahmenbedingungen: Neubau ab 2030 praktisch klimaneutral, Bestand muss nachziehen. Die Sanierungsrate muss laut BMWK auf über 2 % jährlich steigen (aktuell ~1 %) — das sind über 800.000 Wohneinheiten pro Jahr.

Vier Haupthebel: (1) Dämmung der Außenhülle (Fassade, Dach, Kellerdecke) — größter Hebel, senkt Heizwärmebedarf um 40-70 %. Unser Dämmstoffvergleich zeigt die Kandidaten. (2) Fenster — 3-fach-Verglasung mit U-Wert < 0,8 W/(m²K) heute Standard. (3) Heizungstausch — Wärmepumpen haben Gas-Brennwertkessel im Neubau fast verdrängt. (4) Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung — Pflicht in Passivhäusern, optional in Sanierung.

Förderung über BAFA, KfW und steuerliche Abschreibung reduziert die Amortisationsdauer auf 8-15 Jahre, oft deutlich kürzer. Mit CO₂-neutralen Baustoffen und Rezyklaten lässt sich der Sanierungsprozess selbst emissionsarm gestalten. Für Bauunternehmer ist das ein massives Marktvolumen — geschätzt 5.000 Mrd € in DE bis 2045.

Zahlen & Fakten

~26 Mio

Wohneinheiten DE sanierungsbedürftig

Quelle: BMWK 2023

~1 %/Jahr

Sanierungsrate aktuell

Quelle: BMWK

>2 %/Jahr

Zielrate Sanierung

Quelle: Klimapfad DE

40-70 %

Heizwärme-Einsparung typisch

Quelle: dena

~5.000 Mrd €

Marktvolumen DE bis 2045

Quelle: Prognos 2024

bis 20 %

BAFA-Förderung Fassadendämmung

Quelle: BAFA

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Anwendungsfälle

Weiterführende Quellen

Häufige Fragen

Wo rechnet sich Dämmung am schnellsten?expand_more
Oberste Geschossdecke und Kellerdecke — geringste Investition pro gedämmtem Quadratmeter, Amortisation oft unter 8 Jahren. Fassadendämmung (WDVS) teurer pro m², dafür größere absolute Einsparung. Dach je nach Zustand mittelfristig wirtschaftlich.
Welcher Dämmstoff ist am besten?expand_more
Es kommt auf den Einsatzort an: Mineralwolle für Fassade und Trennwand (nicht brennbar, Schallschutz), EPS/PIR für Flachdach und Perimeter (günstig, druckfest), Holzfaser für diffusionsoffene Konstruktionen. Unser Dämmstoffvergleich zeigt Lambda-Werte, Rohdichte, Brandklassen im Detail.
Wie viel Förderung gibt es aktuell?expand_more
BAFA-Einzelmaßnahmen bis 20 % der Kosten, mit iSFP-Bonus (Sanierungsfahrplan) + 5 %, KfW-Ergänzungskredit mit Tilgungszuschuss. Bei Wärmepumpentausch bis 70 % bei Bedürftigkeit. Kombination mit steuerlicher Abschreibung (§ 35c EStG, 20 % über 3 Jahre) möglich.
Lohnt sich der Schritt zum Passivhaus-Standard bei Sanierung?expand_more
Meistens nicht. Passivhaus-Werte (Heizwärmebedarf <15 kWh/m²a) sind im Bestand nur mit großem Aufwand erreichbar (oft Kernsanierung). Wirtschaftlich sinnvoll sind meist KfW-55- oder -40-Standards — deutlich besser als Bestand, bezahlbar.

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